Ich zu Frau Kind (9): "Du ziehst das Zu-Bett-Gehen immer in die Länge!"
Sie: "Na und? Das ist Teil meiner Persönlichkeit, die man nicht unterdrücken darf!"
Das haben wir nun von der Erziehung.
Jemandem helfen oder jemanden um Hilfe bitten sind im Alltag die mächtigsten Waffen gegen Einsamkeit und Ohnmachtsgefühl. Direkte Hilfe stärkt community.
Ich bin mein ganzes Leben lang top am kompensieren. Aber an manchen Tagen versteht man, warum ADHS wirklich als Behinderung zählt. Grüße von den zwei Emails, die ich sehr dringend beantworten muss, die mein Gehirn sich aber weigert zu lesen und zu parsen.
Frau Kind war noch ganz klein, als sie zum letzten Mal in der ukraine war. Sie erinnert sich nicht an das Land ihrer Mutter. Und wenn ich nächstes Mal mit ihr dort hin kam - wie viel von dem Land wird übrig sein? Wie viel von ihrer Familie?
Ein Bereich, in dem es mir an Empathie fehlt, ist definitiv die Anerkennung von Statussymbolen. Mich stößt ritualisierte Verschwendung ab. Ich finde nichts so erbärmlichen wie das angeben mit einer Luxusuhr.
Aber ich war jetzt in einem männlich dominierten Businesskontext, wo Leute wirklich auffällig erwähnten, "ein Auto mit b" zu fahren.
Und ich frage mich - das ist so weit verbreitet und wird offensichtlich von gut gebildeten Leuten in hohen Positionen anerkannt. Erkenne ICH hier was nicht?