Eingeübtes Muster im Deutschland der Gegenwart: 1.Friedrich Merz sagt öffentlich etwas, das früher nur die AfD gesagt hätte (“Paschas”, “Zähne machen”, “Kreuzberg ist nicht Deutschland”, “Stadtbild”) 2. Leute weisen darauf hin, dass so etwas früher nur die AfD gesagt hat 1/2
Das Lehrreichste an diesem Text (bzw den Reaktionen darauf) für mich ist, wie viele mittelalte weiße Deutsche offenbar am Gesicht erkennen können, ob jemand Asylbewerber, Tourist, Student, Deutscher oder sonst irgendetwas ist. Lauter Hellseher.
Auf der Seite eingebaut erst am Sonntag, live aber schon heute: Welche meiner Studierenden sind ein “Problem im Stadtbild”, Herr Bundeskanzler? 1/2 image
Wenn die Union in Regierungsverantwortung etwas draufhat, dann ist es, Wachstumsbranchen zu ruinieren. Als abwesende (!) Wirtschaftsministerin von den deutschen Heizungsbauern ausgebuht zu werden, das muss man erstmal schaffen. Chapeau. image
Dass die Parteivorsitzenden von CDU und CSU nahezu wortgleich fordern, das "Stadtbild" mit "Rückführungen" zu säubern, ist schlimm. Noch schlimmer ist, wie jetzt Unionsleute und Springer diese Entgleisung normalisieren wollen. Die AfD klatscht wieder mal vor Freude in die Hände.
Zur Erinnerung: Knapp 95% der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland leben in Westdeutschland und Berlin. Die restlichen 5 Prozent leben in den Bundesländern, in denen die AfD auf 30% und mehr kommt. Das „#Stadtbild“ ist also das „Problem“, Herr Bundeskanzler? 1/2 image
Na sowas: Der Nachwuchs der nach normalen Maßstäben rechtsradikalen bis rechtsextremen Republikaner ist rechtsextrem. Wer hätte das gedacht? Aber langsam: Nur weil man Hitler liebt und Gaskammern will ist man doch nicht gleich ein Nazi! 1/2 image
Dass "die Leute interessieren sich nicht für die Klimakrise" ein sehr erfolgreiches Stück Meta-Desinformation ist, zeigt übrigens nicht nur der Hamburger #Zukunftsentscheid. Die (nationale wie globale) Studienlage ist völlig eindeutig.Die Leute wissen, was los ist (Text von Juli) image
Kolumne: Die Bundesregierung setzt, im Sinne von Automobilzulieferern, Energiekonzernen und Springer, auf den Schutz schrumpfender Märkte und auf Subventionen für fossile Geschäftsmodelle. Das ist das Gegenteil von »freier Marktwirtschaft«. 1/2 image