In der Hustle-Culture des Late Stage Capitalism rebranden wir "Faulheit" als "ressourcenschonende Effizienzsteigerungsmaßnahme" und messen uns daran, wie sehr wir diesen Skill perfektioniert haben.
Ein Argument, das ich zum #Gaza-Krieg oft sehe: "Der Krieg wäre sofort vorbei, wenn die Hamas sich ergibt". Ich wünschte, ich könnte diese Überzeugung teilen, aber ich glaube, der darunterliegende Konflikt um Ressourcen (insbesondere Territorium) würde auch ohne die Hamas weiter gehen. Leider gibt es viel Hass auf beiden Seiten. Selbst wenn die Hamas sich in Luft auflösen würde, bliebe der bestehen. Ich vermute deshalb, es würde recht schnell eine neue/andere Organisation an ihre Stelle treten.
"Freundschaft bedeutet angesichts dieses blutigen Desasters, mit Augenmaß Druck aufzubauen" [...] "Sanktionen sind kein Zauberstab. Aber in diesem Fall sind konditionierte Drohungen weit erfolgversprechender als die achselzuckende Ratlosigkeit, die lauen Appelle, die müden Verweise auf die deutsche Staatsräson."
Statt zu debattieren, welche Gräueltaten in #Gaza denn nun einen Genozid/Völkermord darstellen - eine Aufgabe, die dem IStGH als zuständige juristische Instanz zufällt -, sollten wir mehr über die Gräueltaten selbst sprechen. Denn ganz gleich, was das Gericht in 5, 10 oder 100 Jahren entscheidet: das, was dort passiert, ist zum Teil unbeschreiblich grausam und durch absolut nichts zu rechtfertigen. Es ist schockierend und inakzeptabel. Ganz egal, welches Label man den Taten aufdrückt.
"I’m so afraid of losing her. Can’t the world open the crossings to allow in milk, food, and medicine. All I want is for my daughter Siwar to live like the rest of the children in the world."