Die NS-Aufarbeitung und "Erinnerungskultur" wird ja stolz hervorgehoben, aber in Wahrheit ist das Augenauswischerei. In der Generation meiner Eltern (Boomer) wurde die NS-Zeit in der Schule noch totgeschwiegen, in meiner haben wir uns zwar lange damit beschäftigt, aber der Ton war "und dann kamen die Alliierten und haben uns von den Nazis befreit". Dass die Nazis nie ganz weg waren - nicht aus den Regierungen, und schon gar nicht aus dem Gedankengut - wurde dabei etwas unter den Teppich gekehrt.
Migration ist an sich einfach ein integraler Bestandteil des Menschseins. Ohne Migration würden wir heute noch alle in Afrika sitzen und wir hätten Neandertaler und Denisovianer niemals getroffen (und uns nie mit ihnen gepaart; vielleicht gäbe es dann auch heute noch andere Vertreter der Gattung Homo auf diesem Planeten). Das Framing von "Migration = Problem" ist genau das - ein Framing.
"Jetzt zeigt er sein wahres Gesicht!" - er hat es nie versteckt, die meisten haben nur bislang weggeschaut.
Bitte nicht vergessen, dass auch die FDP gestern kräftig mitgeholfen hat. Wenn man ihnen die Wahl gibt, stellen sie sich also auch gern rechts dazu, und das offensichtlich sogar dann, wenn man daraus keinen Nutzen für "die Wirtschaft" ableiten kann...
Wir leben in einer Zeit, in der Medien nicht diskutieren/analysieren, ob die Pläne eines Kanzlerkandidaten gut oder sinnvoll oder angemessen sind, sondern ob sie überhaupt *rechtlich zulässig* sind. So weit sind wir schon.
Ich schaue fasziniert zu, wie die Tech/AI-Bros den Kopf verlieren, weil China einfach mal so ohne Tamtam ein überlegenes LLM gedropped hat und die Aktien der Konkurrenz jetzt in den Keller purzeln :popcorn: "Singapore-based technology equity advisor Vey-Sern Ling told the BBC it could "potentially derail the investment case for the entire AI supply chain"."
Ich hätte nicht gedacht, dass eine Aussage wie "Menschenrechte sind Grundrechte und nicht verhandelbar" mal als "linksextrem" gelten würde, but here we are.
Make fascism shameful again
Vor 6 Tagen haben wir noch gehofft, dass 2025 besser wird. What a difference a week makes.
Wieso machen so viele bei #bookstagram dieses "worst books" und "lowlights" Zeug mit? Es gibt so viele tolle, spannende, schöne und gelungene Bücher, die man hervorheben kann - und das ist doch für Autor*innen und Lesende so viel lohnender als vermeintlich schlechte rauszupicken und drüber zu lästern. Spread love, not hate, das ist mein Motto beim #Lesen. #bookstodon #Buchtipp